Das Girokonto der Commerzbank ist in erster Linie für Sparer interessant, die einen regelmäßigen Gehaltseingang vorweisen können und ihre Transaktionen vorwiegend in der Filiale als im Internet tätigen. Mit 1.050 Filialen und zusätzlichen 90 Beratungszentren für Geschäftskunden unterhält die Commerzbank ein engmaschiges Filialnetz – in den Großstädten gibt es nach Angaben von Focus-Money durchschnittlich 23 Anlaufstellen. Damit ist die Commerzbank den meisten überregionalen Konkurrenten voraus. Anders als einige Mitbewerber berechnet die Frankfurter Bank auch keine Service-Gebühren für das Einrichten eines Dauerauftrags oder einer Überweisung in der Filiale.

Doch auch im Online-Banking lässt sich die Commerzbank einiges einfallen, um seinen Kunden einen hohen Komfort zu gewährleisten. Neben den Standard-Verfahren wie SMS-Tan steht beispielsweise eine PhotoTan zur Auswahl, bei der ein farbiger Barcode auf dem Bildschirm in eine Nummer umgewandelt wird, die an das Smartphone gesendet wird. Für die Sicherheit beim Online-Banking bürgt die Commerzbank und erstattet bei einem Missbrauch des Girokontos den entstandenen Schaden. Somit ist auch eine Kombination als Filial- und Online-Banking gut denkbar.

Commerzbank mit kostenlosem Konto ab 1.200 Euro

Für das starke Angebot vor Ort müssen die Kunden auf der anderen Seite aber bereit sein, auch ein wenig in die eigene Tasche zu greifen. Zumindest sind die Voraussetzungen für ein kostenloses Girokonto bei der Commerzbank strenger als bei Direktbanken, aber freundlicher als etwa bei den meisten Sparkassen. Ab einem monatlichen Lohn-, Gehalts-, Renten- oder Pensionseingang von 1.200 Euro steht das „Null-Euro-Konto“ zur Verfügung. Alternativ bietet jedoch die Tochter Comdirect ein Girokonto, das für jeden Sparer unabhängig vom Verdienst offen steht.

Das Girokonto der Commerzbank beinhaltet keine kostenlose Kreditkarte. Vielmehr werden für die Master Card Klassik 40 Euro im Jahr fällig – damit ist es zumindest möglich, in Ländern mit Euro-Währung kostenlos Geld abzuheben. In Deutschland stehen 9.000 Automaten des sogenannten Cash-Verbundes bereit, dem auch die Postbank, Hypovereinsbank und Deutsche Bank angehören.

Zusätzlich kann ein Dispokredit von bis zu zwei Monats-Nettoeinkommen vereinbart werden. Die Konditionen sind nach Einschätzung der Stiftung Warentest allerdings nicht allzu günstig. Die Verbraucherschützer empfehlen ein Girokonto mit Dispozinsen von deutlich unter 10 Prozent. Die Commerzbank schlägt allerdings aktuell 10,50 Prozent obendrauf.

Stiftung Warentest hält für Filialnutzer jährliche Gebühren bis zu einer Höhe von 80 Euro vertretbar. Wer eine Kreditkarte nutzt, zahlt lediglich die Hälfte – auch wenn einige Konkurrenten keine Gebühren verlangen. Wer keinen monatlichen Gehaltseingang vorweisen kann, zahlt allein für die Kontoführung 120 Euro. In den Augen der Stiftung Warentest ist in diesem Fall ein Wechsel zu einer günstigeren Bank ratsam.

Commerzbank Girokonten im Check

Produktname Girokonto (0-Euro-Konto)
Kosten für Kontoführung Kostenlos bei monatlichem Zahlungseingang  Höhe von mindestens 1.200 €, ansonsten 9,90 €
Anzahl der Filialen Über 1.050 Filialen und 90 Beratungszentren
Anzahl der Automaten In Deutschland mehr als 9.000 Automaten der Cash-Gruppe nutzbar
Geld abheben im Ausland Nur in Ländern mit Euro-Währung mit der Kreditkarte kostenlos, in anderen Ländern und mit Girocard Gebühren von rund 6 Prozent üblich
Kreditkarte 39,90 € pro Jahr
Dispozinsen 10,50 % (bei geduldeter Überziehung 16 %)
Guthabenzinsen Keine

Stand: April 2016

Neben dem Gratis-Girokonto der Commerzbank stehen zwei weitere kostenpflichtige Produkte zur Auswahl. Mit dem Premium-Konto für monatlich 10 Euro können anspruchsvolle Kunden weltweit kostenlos Bargeld abheben und ihrer Familie Reiseschutz in Form einer Versicherung gewähren. Außerdem fallen die Dipozinsen mit 8,50 Prozent deutlich niedriger aus.

Das Aktiv-Konto ist eine Alternative für alle Sparer, die keinen regelmäßigen und ausreichenden Geldeingang nachweisen können. Zusätzlich zu den monatlichen Kosten von acht Euro fallen allerdings auch weitere Gebühren zum Beispiel für das Einrichten von Daueraufträgen in der Filiale an. Deshalb ist das Konto oftmals nur vermeintlich billiger, im Endeffekt mit den Zusatz-Kosten aber nicht selten teurer.

Commerzbank Start Konto für junge Leute

Mit besonders günstigen Konditionen möchte die Commerzbank junge Kunden langfristig an sich binden. Das „Start Konto“ steht Schülern, Auszubildenden und Studenten offen. Solange eine Bescheinigung vorliegt, kann das vergünstigte Konto sogar bis zum 30. Lebensjahr genutzt werden. Damit zeigt sich die Commerzbank deutlich kulanter als viele Konkurrenten. Das Start Konto ist somit besonders gut für Langzeitstudenten oder Späteinsteiger geeignet aber auch als Jugendkonto nutzbar.

Das Angebot für junge Leute beinhaltet nicht nur eine kostenlose Girocard, sondern auch eine gebührenfreie Kreditkarte. Eine Master Card kann aber nur von volljährigen Kunden genutzt werden, die zudem einen monatlichen Geldeingang von mindestens 300 Euro vorweisen können. Als Nachweis wird zum Beispiel BAföG, aber auch Einkünfte aus der Ausbildung oder Studentenjobs akzeptiert.

Als besonderer Bonus können junge Kunden ein Jahr lang mit der StartKonto Music App umsonst Musik streamen.

Commerzbank Girokonto mit Startguthaben

Für alle Girokonten stellt die Commerzbank Neukunden ein Startguthaben in Höhe von 50 Euro in Aussicht. Der Bonus ist an eine Aktivität des Kunden geknüpft: Das Konto muss in den ersten drei Monaten jeweils für mindestens fünf Buchungen in Höhe von 25 Euro genutzt werden. Als Neukunden gelten alle Verbraucher, die seit mindestens zwei Jahren ihre Bankgeschäfte nicht bei der Commerzbank erledigt haben.

Darüber hinaus gibt es auch bei der erfolgreichen Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte eine einmalige Prämie, die mit 75 Euro sogar höher ausfällt. Die Commerzbank sieht außerdem eine Zufriedenheitsgarantie vor: Wer das Konto nach einem Jahr kündigt, erhält 50 Euro. Zu diesem Zweck ist ebenfalls eine regelmäßige Aktivität in Form von fünf monatlichen Buchungen erforderlich.

Schneller Wechsel zur Commerzbank

Der Wechsel eines Girokontos ist mittlerweile deutlich unkompliziert als früher. Auch die Commerzbank ist sehr daran interessiert, Interessierten den Wechsel so einfach wie möglich zu gestalten. Das Girokonto kann bequem online eröffnet werden: Nach dem Fragebogen mit den wichtigsten Daten erfolgt die Identifizierung über eine Videotelefonie. Dieses Verfahren ist deutlich schneller als ein Gang zur Filiale, der natürlich ebenso möglich ist.

Den Umzug des Girokontos müssen Kunden nicht in die eigene Hand nehmen. Stattdessen sorgt die Commerzbank dafür, dass alle bisherigen Zahlungspartner informiert werden. Über eine Smartphone App des Partners Fino werden Vermieter, Arbeitgeber und Co. automatisch innerhalb von wenigen Minuten benachrichtigt.

Commerzbank Girokonto im Test

Doch lohnt sich ein Wechsel des Girokontos zur Commerzbank überhaupt? Dieser Frage sind in letzter Zeit zahlreiche Girokonto Vergleiche nachgegangen – mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen.

Ein eher negatives Fazit zieht der Fernsehsender n-tv, der gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Service-Qualität im September 2015 die besten Filialbanken auszeichnete. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wurde für drei unterschiedliche Nutzertypen untersucht. Überraschenderweise schneidet die Commerzbank am schlechtesten für reine Filialkunden ab – hier belegt die Großbank lediglich den 22. von 26 Plätzen und kommt nicht über die Note ausreichend (53,1 Punkte) hinaus. Für reine Online-Kunden liegt die Commerzbank mit 68,4 Zählern im Mittelfeld. Das Urteil der Experten lautet gerade noch gut. Am besten ist jedoch die Kombination aus Filiale und Online-Nutzung: Hier erreicht die Commerzbank den achten Rang und ebenfalls die Note zwei.

Nur zu einem durchschnittlichen Resultat reichte es im Vergleich der Zeitung €uro am Sonntag 31/2015. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kundeninstitut kamen die besten Konten für Studenten unter die Lupe. Platz 12 von 20 bedeutet ein mittelmäßiges Ergebnis, das am freundlichsten im Bereich Service ausfällt – hier zählt die Commerzbank zu den sechs besten Anbietern.

Stiftung Warentest stuft die Dispozinsen im Finanztest nicht als niedrig ein. Der Aufschlag von 9,25 und 11,25 Prozent liegt deutlich über den Konditionen der Deutschen Skatbank (unter 5 Prozent). Die Dispozinsen sind jedoch vergleichbar mit den großen überregionalen Konkurrenten Postbank oder Deutsche Bank. Zudem liegen sie unter den Höchstwerten, die bei einigen regionalen Anbietern bis zu 16 Prozent reichen.

Hervorragend schneidet die Commerzbank im Girokonto Test von Focus-Money 16/2015 ab. Der Vergleich berücksichtigt einerseits das Filialnetz und andererseits die Konditionen der Banken. Insgesamt profiliert sich die Commerzbank als Testsieger mit dem besten Online- und Filialkonto. Kein Konkurrent hat durchschnittlich mehr als 23 Filialen in den großen Städten zu bieten. Zudem sind die Filialen relativ lange geöffnet. Der Hauptkonkurrent Postbank wurde durch die besseren Konditionen bezwungen. Jedoch wurde das Konto selbst bei anderen Banken mit weniger dichtem Filialnetz besser bewertet.

Focus-Money stellte außerdem die besten Banken für einzelne Städte vor. Zumeist konnte die örtliche Sparkasse den Testsieg einfahren. In Hamburg ist hingegen die Commerzbank die Nummer eins. An der Alster hat die Commerzbank auch ihre Wurzeln: In Berlin und Frankfurt am Main wurden die ersten Filialen erst 27 Jahre später eröffnet.

Fakten zur Commerzbank

Die Commerzbank blickt auf eine fast 150-jährige Tradition zurück. 1870 gegründet, ist die Privatbank längst zu einer Marke mit weltweiter Ausstrahlung und Standorten in 50 Ländern gereift. Mehr als 16 Millionen Privatkunden vertrauen auf die Dienste der Commerzbank, die mit über 50.000 Mitarbeitern und jährlichen Bruttoerträgen in Höhe von fast 10 Milliarden Euro zu den „Big Playern“ in der Branche zählt.

Auf dem deutschen Markt hat sich die Commerzbank, die mittlerweile in Frankfurt am Main ansässig ist, als zweitgrößte Großbank etabliert. Zudem wurde mit dem Tochter-Unternehmen Comdirect eine preiswerte Direktbank ins Leben gerufen. Das Angebot der Comdirect richtet sich insbesondere an die online-affine Zielgruppe, während die Commerzbank für eine enge persönliche Beratung vor Ort steht.

Commerzbank Adresse

Commerzbank AG

Kaiserplatz

60311 Frankfurt am Main

Postanschrift:

60261 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 1 36 20

Fax: 069 28 53 89

 

E-Mail: info@commerzbank.com

Web: www.commerzbank.de
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